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Das Nutria

(Myocastor coypus)

Das Nutria (Sumpfbiber) gehört mit zu den größten Nagetieren nach dem Wasserschwein und dem Biber. Es ist, ähnlich wie der Biber, braun und besitzt ein dichtes Unterhaar. Es kann bis zu 12 kg schwer und bis zu 55 cm lang werden. Jedoch hat das Nutria keinen flachen, padelartigen Schwanz, sondern einen runden Schwanz, der bis zu 40 cm lang werden kann und große Nagezähne, die immer sichtbar sind. An seinen Hinterfüßen hat er große Schwimmhäute, die ihm ein schnelles und wendiges Schwimmen ermöglichen.
Ursprünglich stammt der Sumpfbiber aus Südamerika, wo er an langsam fliesenden Gewässern lebt.
Nutrias wurden früher als Pelztiere in Farmen gehalten. Ihre Pelze waren zeitweilig hochmodern. Nachlassendes Kaufinteresse minderte den Wert der Pelze und Tiere, die daraufhin von manchen Züchtern freigelassen wurden. So etablierten sie sich in der freien Natur und sind heute aktiv in Rußland zu finden. In Europa wurde diese, nicht heimische Art, angesiedelt.
Sumpfbiber leben in Kolonien unterschiedlicher Größe und ernähren sich von Gras, Wasserpflanzen, Zweigen, Blätter und von weicher, saftiger Baumrinde.
Außerdem verwenden sie die Stämme und Äste für den Bau eines Damms über einem Bach. Nutrias bauen, ähnlich den Bibern, Burgen im angestautem Wasser, das sich hinter dem Damm bildet. Die Burg liefert ihnen Schutz vor der Winterkälte und vor Feinden. Sowohl Damm als auch Burg werden mit Steinen und Schlamm verstärkt. Die Burg hat mehrere Gänge, die vom Wohnrevier hinab ins Wasser führen. Zudem verfügt sie über einen sogenannten Kamin zur Belüftung. Die Burg wird hauptsächlich als Aufzuchtstätte für die Jungtiere genutzt. Das Weibchen gebärt nach einer Tragezeit von 128-132 Tagen meist 4-5 Jungtiere. Die kleinen Sumpfbiber kommen mit offenen Augen und Fell zu Welt. Im Bau säugt die Mutter ihre Jungen und nimmt sie zu Streifzügen durchs Wasser mit. Im Alter von 2 Jahren verlassen die Jungtiere die Familie und bauen sich ihre eigene Burg.


Webcam Nutria
Montag, 16.10.2017,14:41 Uhr.
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