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Der Karpfen

( Cyprinus carpio )

Die Gruppe der Fische ist sehr groß und vielfältig. Es gibt mehr als 24.000 Arten von Fischen.

Ihr Lebensraum reicht von den tiefsten Ozeanen bis zu den klarsten Gebirgsbächen. Bei den Fischen gibt es die unterschiedlichsten Erscheinungsformen: Von fingernagelgroßen Zwerggrundeln bis zu riesigen Walhaien.

Der Körper eines Fisches besteht hauptsächlich aus Muskelsegmenten, die in einem Zickzackmuster zu beiden Seiten der Wirbelsäule hin und her bewegt werden. Außerdem besitzen alle Fischarten Kiemen, mit denen sie, den im Wasser gelösten Sauerstoff aufnehmen können. Jeder Fisch besitzt vier Kiemen, diese bestehen aus einer Reihe von dünnen, flachen und empfindlichen Lamellen.

Das Wasser fließt in das Maul des Fisches zu den Kiemen, wo der Sauerstoff über dünne Kiemenbehänge in das Blut und somit in den Körper gelangt. Die Kiemen von Knochenfischen werden durch einen Kiemendeckel (Opderculum) geschützt. Fische haben zwei Arten von Flossen: paarige Flossen, die sich an den Seiten des Körpers befinden, und unpaarige Flossen, bei denen es sich im Allgemeinen um die Rückenflossen an der Oberseite und die Afterflosse an der Unterseite handelt. Die unpaarigen Flossen helfen dem Fisch geradeaus zu schwimmen. Die Schwanzflosse dient als Hauptantrieb.

Der Karpfen besitzt paarige Brust- und Beckenflossen. Und eine Afterflosse sowie eine langgezogene Rückenflosse. Er ist ein Fisch von mittlerer Statur und erreicht eine Länge von ca. 80 cm. Der Karpfen hat einen schmalen Kopf der über einen hohen Rücken in einen mit großen Schuppen besetzten Körper übergeht. Der Rücken ist dunkel gefärbt und besitzt einen grünbraunen oder braunroten Schimmer. Die Unterseite ist weiß bis gelblich gehalten. Der Kiefer eines Karpfens ist zahnlos. Stattdessen haben sie im unteren Halsbereich gezahnte Knochen (Schlundzähne), mit denen sie ihre Nahrung gegen eine harte Fläche an der Schädelbasis quetschen und auf diese Weise zerkleinern.

Der Speiseplan der meisten Karpfen ist sehr umfangreich. Pflanzen gehören ebenso dazu wie Fische und Schalentiere. Karpfen wühlen im Schlamm und spüren mit ihren sehr empfindlichen Barteln Würmer, Insektenlarven, Schnecken und Krabben auf.

Karpfenfische sind in Nordamerika, Europa, Nordasien und Afrika beheimatet. Vorzugsweise lebt der Karpfen in warmen, vegetationsreichen Gewässern mit sandigem oder schlammigen Grund.


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