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Die Honigbiene

( Apis mellifera carnica )

Die Honigbiene gehört zu der großen Familie der Insekten. Alle über 4 Mio. Insektenarten haben drei wichtige Eigenschaften, die ihnen helfen, so erfolgreich und weit verbreitet zu sein: eine harte Außenhaut (Cuticula), Flügel und sechs Beine mit flexiblen Gelenken zum schnellen Laufen. Die Cuticula eines Gliederfüßers ist eine dicke, feste äußere Hautschicht. Sie bildet ein steifes Gehäuse, das Außenskelett, um die weichen inneren Organe zu schützen. Hauptsächlich besteht sie aus Chitin.

Der Körper eines Insekts ist in drei Hauptabschnitte, Kopf, Brust und Bauch, unterteilt.

Die Biene hat, wie die meisten Gliederfüßer, sehr gut entwickelte Sinnesorgane, insbesondere ein gutes Sehvermögen sowie einen ausgeprägten Geruchs- und Tastsinn. Jedes Auge besteht aus einer Ansammlung einzelner Einheiten, die ihre eigene Linse haben. Sie werden als Komplex- oder Facettenaugen bezeichnet. Gliederfüßer benutzen ihre Fühler oder Antennen, um zu riechen indem sie winzige Duft- und Geruchspartikel aufnehmen. Die Antennen und die winzigen haarähnlichen Borsten auf ihrem Körper können außerdem geringste Berührungen oder Bewegungen wahrnehmen.

Einige Insekten sind schädlich für Mensch und Natur. Sie können Krankheiten übertragen, Wälder roden und ganze Tierbestände ausrotten. Aber es gibt auch nützliche unter ihnen. Die Honigbiene ist, das wohl nützlichste Insekt überhaupt. Denn ohne sie würde es bald keine wunderschönen Blumenwiesen mehr geben, für uns keinen Honig und für andere Tiere keine Nahrung mehr. Bienen helfen einander, indem sie verschiedene Aufgaben, wie das Beschaffen von Nahrung, das Säubern des Nestes oder das Verteidigen vor Angriffen, übernehmen.

In einem Bienennest, welches bis zu 50.000 Bewohner beherbergen kann, gibt es nur ein Weibchen das Eier legt. Dies ist die Königin und kann jeden Tag bis zu 15.000 Eier legen. Sie wird von Arbeiterinnen versorgt, die als Hofstaat bezeichnet werden. Arbeiterinnen, die für die Futtersuche zuständig sind, schwärmen aus, um Nahrung zu sammeln. Hauptsächlich ernähren sich Bienen von Pollen und Nektar. Sie zerkleinern und vorverdauen sie und würgen den Brei als Honig wieder hervor. Damit werden die Larven gefüttert. Wenn eine Biene einen Futterplatz gefunden hat, teilt sie es den anderen Bienen mit, indem sie einen sogenannten „Blütentanz“ vorführt. Dieser beschreibt den Weg,  die Richtung, die Art und die Entfernung der begehrten Blüten.

Alle Arbeiterinnen sind Weibchen, sie versorgen hauptsächlich die Larven in den sechseckigen Waben. Die Larven durchlaufen drei Stadien (Ei, Larve, Puppe) bevor sie zu einer Arbeiterbiene werden. Wenn die Königin stirbt, verflüchtigt sich ihre individuelle Substanz (Königinnensubstanz), die sie im ganzen Nest verteilt. Dann entwickeln sich einige Larven zu Königinnen. Andere werden zu männlichen Drohnen. Die jungen Königinnen und Drohnen paaren sich. Eine neue Königin übernimmt die bestehende Kolonie. Die anderen fliegen davon, um woanders neue Kolonien zu gründen.

Wilde Bienen bauen ihre Nester in Löchern, in Bäumen und in Felsen. Honigbienen werden schon seit über 3000 Jahren in Bienenstöcken gehalten.


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