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Das Hausren

(Rangifer tarandus f. domesticus)

Das Hausren stammt aus dem Norden Eurasiens und gehört zu den Rehnhirschen. Dort ist es aus dem nordeuropäischen Wildren und dessen sibirischen Verwandten entstanden. Insgesamt gibt es 8 Unterarten aus denen sich 3 Formen herausgebildet haben. Das Tundrarentier, das Wald- oder Taigarentier und das als Stammform des Hausrens geltendes Nordeuropäische Rentier ( Rangifer t. tarandus).
Das Hausren ist rothirschgroß, besitzt ein dichtes Fell, Grannen und wenig Unterwolle. Das Fell ist braunschwarz bis hellbraun oder weißlichbraun.
Bei den männlichen Tieren ist das Fell am Hals oft mähnenartig verlängert.
Die Klauen sind breit und spreizbar durch eine Spannhaut verbunden. Diese Eigenschaft verhindert das Einsinken des Tieres im tiefen Schnee. Die Afterklauen sind lang und kräftig ausgebildet. Das Geweih kommt bei beiden Geschlechtern vor.
Rentiere sind sowohl Tag- als auch Nachttiere und besitzen einen ausgezeichneten Gehöhr – und Geruchssinn. Außerdem sind sie ausdauernde Läufer und Schwimmer. Beim Laufen ist ein knackendes Geräusch zu hören, welches durch das Spiel der Fußsehnen hervorgerufen wird.
Rentiere sind, mit einer Ausnahme, nicht standorttreu, das heißt, sie legen bis zu 1.000 km lange Wanderungen zwischen Sommer– und Winterständen, Wurf- und Brunstplätzen zurück. Sie leben in kleinen Trupps oder großen Herden.
Die Brunftzeit ist örtlich verschieden von Frühling bis Spätherbst. Während der Brunst schwellen beim Männchen Hals und Brust an, auch die Stinrhaut wird stärker. Nach der Brunst wirft der Hirsch sein Geweih ab.
Die Weibchen gebären ihre Jungen im Sommer und werfen ihr Geweih zur Setzzeit ab.
Rentiere ernähren sich vor allem von Flechten, Gräser, Baum- Busch- und Strauchlaub, Wildfrüchte, Moose und Knospen.

 


Webcam Hausrentier
Dienstag, 22.8.2017,17:58 Uhr.
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